iPhone App: SeaHelp jetzt auch am Handy


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Zum Vergrößern anklicken - Foto: SeaHelp

An Bord ist das iPhone von Apple längst und einem notwendigen Tool geworden, bei dem telefonieren zur reinen Nebensache degradiert wird. SeaHelp, der Pannendienst in der Adria, hat die Palette der Apps um eine sinnvolle Applikation erweitert.

Kompass, Seekarten, Taschenlampe, verträumte Ankerbuchen, alles liefert der Tausendsassa von Apple. SeaHelp, der Pannendienst in der Adria, hat die Palette der mehr als 200.000 Apps jetzt um eine sinnvolle Applikation erweitert. Das kostenlose SeaHelp-App nutzt den im iPhone integrierten GPS-Empfänger zur eigenen Ortung und schickt die samt Rufnummer an die SeaHelp-Zentrale in Punat.

Hier kann sich der Einsatzleiter sofort ein Bild von der augenblicklichen Position des Hilfesuchenden machen und telefonisch mit ihm Kontakt aufnehmen. Der Vorteil: Das Daten-Roaming des iPhone muss nicht aktiviert sein, der Hilferuf wird ohne bestehende Internetverbindung abgesetzt. Ermöglicht wurde diese neue Funktion durch das Software-Update auf iOS 4, durch die das Phone erheblich weiblichere Züge annahm: Es wurde multitaskingfähig.

Das muss den Anwender aber überhaupt nicht interessieren, denn nach umfangreichen Tests konnte das Team von SeaHelp feststellen, dass die Applikation überall funktioniert, wenn nur eine Mobilfunkverbindung besteht. Marko Orlic, SeaHelp-Einsatzleiter in Punat: „Für uns ist das eine wesentliche Erleichterung. Es war teilweise sehr zeitintensiv, die Position des Anrufers festzustellen.“ Auch für die Skipper wird es aber einfacher: Applikation aufrufen, Hilferuf absetzen und schon erfolgt der Rückruf. Dann muss die SeaHelp-Besatzung nur noch die übermittelten Geodaten in den Plotter eingeben und schon ist das Einsatzboot auf Kurs.

Die App im Detail
Die Applikation ist einfach zu finden. Man ruft über das iPhone den App-Store auf, gibt über die Suchfunktion „SeaHelp“ ein und schon kann man diese hilfreiche Anwendung downloaden.

Wer sie allerdings näher studiert, entdeckt noch zusätzliche Funktionen: Man kann die eigene Rufnummer hinterlegen, die SeaHelp-Mitgliedsnummer eintragen und gelangt über einen Link zur Homepage von SeaHelp, bzw. dem SeaMagazine. Wer noch nicht Mitglied ist, kann auch via iPhone gleich eine Mitgliedschaft beantragen. Die ist aber nicht Vorrausetzung für die Nutzung der Anwendung. SeaHelp-Geschäftsführer Wolfgang Dauser: „Wir wollen natürlich damit allen Skippern im Bereich der Adria und den Balearen damit ein bischen mehr Sicherheit auf dem Wasser gewährleisten. Aber wenn mehrere Hilferufe gleichzeitig eingehen, haben natürlich in der Regel SeaHelp-Mitglieder Vorrang.“

Auch soll die Applikation natürlich nicht von den normalen seemännsichen Pflichten entbinden. Aber es kann, wenn eine Mobilfunkverbindung besteht, die Hilfeleistung schon erheblich vereinfachen und beschleunigen. Zudem läuft das Ersuchen natürlich in der SeaHelp-Zentrale und nicht bei SAR auf, wie man bei SeaHelp ausdrücklich betonte. Dennoch ist der Pannendienst sicher, das neben der erst kürzlich installierten Wetterwarnung auch das neue App den Wassersport wieder ein Stück sicherer macht.

[Quelle: SeaHelp]

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